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die Fabrik
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Susann Wübbens, Chief Strategy & Operations Officer der fabrik chemnitz

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Kraftverkehr Event GmbH
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Thomas Waldheim, Geschäftsführer der KRAFTVERKEHR Event GmbH

Gemeinsam den Chemnitzer Veranstaltungs- und Kongressstandort stärken

Kraftverkehr Event GmbH und fabrik Chemnitz geben neue Impulse und wollen Kompetenzen aller bündeln

Die Veranstaltungsbranche steckt in durch die Medien geistert. Die Folgen der Corona-Pandemie prägen ein Tief, das sich endlos in die Länge zieht. Laut einem Bericht des MDR vom 22.07.2026 sind Konzert-Tickets seitdem wesentlich teurer geworden. „Steigende Personalkosten, höhere Künstlergagen und wachsende Ausgaben für Technik setzen Veranstalter unter Druck. Gleichzeitig verändert sich das Kaufverhalten der Besucher – mit spürbaren Folgen für die gesamte Konzertbranche.“ Eine Umfrage des MDR unter Veranstaltern in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ergab, dass 85 Prozent von ihnen die Lage der Branche als schwierig bewerten.

Das spüren auch die Veranstalter in Chemnitz. Deshalb haben sich jetzt zwei Veranstalter zusammengeschlossen: Beim KOSMOS 2026 setzten die KRAFTVERKEHR Event GmbH und die fabrik chemnitz deshalb erstmals gemeinsam einen neuen Impuls. Unter dem Titel „Eventregion zusammen – Chemnitz im Gespräch“ wollten beide Veranstalter zeigen, welches Potenzial in einer stärkeren Zusammenarbeit für den Chemnitzer Veranstaltungs- und Kongressstandort liegt. Denn diese zwei starken Eventlocations – und gleichzeitig Veranstalter – haben eine gemeinsame Überzeugung: Chemnitz kann als Veranstaltungs-, Kongress- und Begegnungsstandort weiter an Profil gewinnen, wenn die vorhandenen Kompetenzen der Stadt stärker gebündelt werden. „Chemnitz verfügt über außergewöhnliche Orte, kreative Köpfe, starke Unternehmen und eine vielfältige Kultur- und Veranstaltungslandschaft. Entscheidend ist, diese Potenziale noch stärker miteinander zu verbinden und gemeinsam nach außen zu tragen“, sagt Thomas Waldheim, Geschäftsführer der KRAFTVERKEHR Event GmbH. Dabei gehe es ausdrücklich nicht darum, einzelne Akteure in den Vordergrund zu stellen. „Wenn wir mehr Kongresse, Veranstaltungen und Gäste nach Chemnitz holen wollen, profitieren davon am Ende die gesamte Stadt und die Region.“ „In der Fabrik erleben wir jede Woche, dass Veranstalter nicht nach einem Raum fragen, sondern nach einem Gesamtpaket: Eventlocation, Catering, Technik, Rahmenprogramm und Zimmerkontingente. Chemnitz hat dafür alle Voraussetzungen – Locations mit eigener Handschrift für jeden Zweck, dazu Universität, Forschung und Industrie in direkter Nachbarschaft“, sagt Susann Wübbens, Chief Strategy & Operations Officer der fabrik chemnitz. „Bisher beantwortet das jeder für sich. Eine ‚Konferenz.Allianz’ soll daraus ein Zusammenspiel machen: Wir konkurrieren nicht um dieselben Veranstaltungen, sondern gewinnen gemeinsam neue für die Stadt. Dafür gehören Veranstaltungswirtschaft, Hotellerie und Gastronomie, Hochschule und Wirtschaft, Kultur und Stadt an denselben Tisch.“ Deshalb lautet die zentrale Frage: Wie kann Chemnitz seine vorhandenen Möglichkeiten besser vernetzen, gemeinsam vermarkten und daraus neue Veranstaltungen, Kongresse und Begegnungsformate für die Stadt gewinnen? Welche Stärken die unterschiedlichen Partner einbringen können, wie Angebote künftig besser miteinander verbunden werden und welche konkreten nächsten Schritte aus einem ersten gemeinsamen Auftritt, den es beim KOSMOS Ende August 2026 gab, entstehen können, fasst Thomas Waldheim so zusammen: „Das KOSMOS hat gezeigt, was möglich wird, wenn Wirtschaft, Kultur, Tourismus, Sport und Veranstaltungsbranche gemeinsam auftreten. Chemnitz braucht nicht noch mehr Einzelkämpfer, sondern eine offene Allianz, in der alle ihre Stärken einbringen können.“ „Unser Ziel ist eine Zusammenarbeit, die weit über diesen einen Tag hinausgeht“, sagt Susann Wübbens. „Chemnitz hat das Potenzial, sich als außergewöhnlicher Konferenz- und Eventstandort zu positionieren. Dafür braucht es Offenheit, Kooperation und die Bereitschaft, gemeinsam größer zu denken.“

Der Originalbeitrag ist im Stadtstreicher Heft 09-11 2026 erschienen/Text: Ramona Bothe-Christl