Nachtschicht im Revier
Ein Streifzug durch das regionale Clubleben
Das Gefühl, nach Stunden auf den Beinen und in einer stickigen Umgebung endlich rauszukommen: Die kalte Luft haucht um die Haut, sofort bekommt man Gänsehaut. Ein tiefes Einatmen, um die Lunge mit frischer Luft zu füllen. Die Beine sind müde, der Bass klingt noch leicht gedämpft in den Ohren und da ist es: dieses warme Glücksgefühl. Ein bisschen erschöpft, ziemlich zufrieden und irgendwie schon wieder bereit für die nächste Nacht. So endet für mich eine legendäre Clubnacht. Und nein, die muss nicht in Berlin, Leipzig oder einer anderen Großstadt stattfinden. Denn wer Chemnitz und die Region nach Sonnenuntergang für eine schlafende Stadt hält, war vielleicht einfach noch nicht an den richtigen Orten. Chemnitz und Umland haben ein Imageproblem. Zumindest nachts. „Hier geht nachts gar nichts.“ Ein Satz, der schon ziemlich oft gefallen ist. Wer die Stadt nicht kennt, könnte tatsächlich denken, dass nach Ladenschluss nicht mehr viel passiert. Ein bisschen Innenstadt, vielleicht noch ein Bier in einer Kneipe und danach? Fehlanzeige. Dabei lohnt es sich, genauer hinzusehen. Denn abseits der großen Bühnen und bekannten Festivals gibt es eine Clubszene, die vielfältiger ist, als man auf den ersten Blick denkt. Sie verteilt sich nicht nur über Chemnitz, sondern reicht bis ins Umland und hinüber nach Zwickau. Mal geht es um fette Beats und krassen Bass, mal um Live-Musik, mal um die große Partynacht und manchmal einfach darum, gemeinsam eine gute Zeit zu haben. Genau deshalb lohnt sich ein kleiner Streifzug!





