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KI-genreriert
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Allein - muss nicht sein! Als Babysitter findet man schnell eine schöne Aufgabe!

Rein ins volle Leben

Bloß keine Depri-Stimmung im Herbst aufkommen lassen – aber wie gelingt der Einstieg in die dunklere Jahreszeit? Immer wieder rausgehen, Menschen kennenlernen, aktiv werden… Auch wenn die vielen Open-Air-Events, die Leute zusammenbringen, nun weniger werden, gibt es Möglichkeiten, um nicht zu Hause zu versauern.

Babysitten: Gute-Nachtgeschichten für die Kleinen - Entspannter Abend für die Großen

Was mit den kleineren Kindern machen, wenn einem die Decke abends auf den Kopf fällt, falls man nicht völlig erschöpft ins Bett fällt? Ausgehen für Eltern oder Alleinerziehende ist vor allem dann ein Problem, wenn keine Großeltern in der Nähe wohnen, die dann einspringen. Aber auch anders herum: Was ist mit Oma und Opa, deren Enkel zu weit weg wohnen, um sie mal zu besuchen oder zu beaufsichtigen? Da wird es manchmal ganz schön einsam! Für beide Probleme gibt es eine Lösung: Babysitten! So steht einem Abend außer Haus nichts im Wege und Großeltern können mal wieder Großeltern „spielen“. Doch dazu gehört eine Menge Vertrauen. Vor allem, wenn man sich nicht kennt. Damit Babysitter auf diese verantwortungsvolle Aufgabe gut vorbereitet sind, bietet der Familienverein Chemnitz regelmäßig Babysitterkurse an, in denen alle wichtigen Grundlagen vermittelt werden. So profitieren beide Seiten: Familien gewinnen mehr Möglichkeiten für soziale Kontakte und gemeinsame Erlebnisse, während die Teilnehmenden eine sinnvolle Qualifizierung erhalten. Klingt doch irgendwie gut, oder? „In den Kursen erfahren die Teilnehmenden neben organisatorischen und rechtlichen Grundlagen, welche Absprachen mit Eltern wichtig sind und worauf sie bei der Betreuung von Kindern unterschiedlichen Alters achten sollten. Außerdem beschäftigen sie sich mit der Entwicklung von Kindern, altersgerechten Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten sowie dem sicheren Umgang mit typischen Alltagssituationen. Auch Themen wie die Begleitung eines Wutanfalls oder der einfühlsame Umgang mit einem traurigen Kind gehören zu den Kursinhalten“, teilt der Verein mit.

In Gemeinschaft spielen

In Gemeinschaft spielen Gemeinsames Spielen in Gesellschaft mit anderen holt Menschen aus der Einsamkeit und hat dabei noch viel mehr Vorteile! Das Interagieren mit anderen, gemeinsames Lachen, Gewinnen und sogar Verlieren stärken das Gefühl im Leben zu stehen. Außerdem schulen strategisches und logisches Denken das Gehirn der Heranwachsenden und halten das Gehirn im Alter jung. Auch die haptischen Reize beim Spielen mit Karten, Spielfiguren, Würfeln bei analogen Spielen sind für die Entwicklung der Kinder empfehlenswert und wiederum auch für Ältere sinnvoll, sie kommen so ins Erinnern, was gegen das Vergessen hilft und alte Gefühle weckt. Spielen Alt und Jung zusammen, kann das eine sehr amüsante Runde sein. Der Ali Baba Spieleclub e.V. ist aus einem losen Spieleabend einiger spielbegeisterter junger Leute hervorgegangen. Mit über 1200 Mitgliedern ist es laut eigener Aussage der größte Spieleclub seiner Art in Deutschland. Seit Januar 2019 spielt der Ali Baba Spieleclub jetzt auch in Limbach-Oberfrohna, Jugendhaus Area 23 an der Meinsdorfer Straße 5. Eine Mitgliedschaft ist nicht notwendig. Der Treff ist für jeden kostenlos. Aktuell stehen hier über 1.200 Spiele zur Auswahl, die alle auf der Internetseite des Clubs zu finden sind, um schon mal eine Vorauswahl für einen gelungenen Spielabend zu treffen. (www.ali-baba-spieleclub.de)

Der Chemnitzer Würfeltürmer e.V. kann in diesem Jahr sein zehnjähriges Vereinsjubiläum feiern. Entstanden ist der Verein aus einer Gruppe von Spielenthusiasten, die zuvor im Chemnitzer Spielemuseum aktiv waren. Daraus entwickelte sich der Wunsch, einen eigenen Spieleverein zu gründen, um das Kulturgut Spiel in Chemnitz und Umgebung weiter auszubauen und zu etablieren, sowie Menschen mit derselben Leidenschaft zusammenzubringen und zu vernetzen. Aktuell zählt der Verein 16 Mitglieder. Mit regelmäßigen Spieleabenden im Inspire auf dem Brühl 49 in Chemnitz wurde die Möglichkeit geschaffen, dass sich Spielinteressierte regelmäßig begegnen und gemeinsam ihrem Hobby nachgehen können. Ein Stammpublikum freut sich inzwischen auch immer wieder über neue Gäste. Jeden ersten Freitag im Monat sind die Tische in dieser Begegnungsstätte voller Spiele und Spieler. Vereinsmitglieder bringen Spiele mit, die Vielfalt ist groß! Auch Paul vom Verein ist dabei. Der 35-Jährige findet es wichtig, dass es Orte gibt, an denen man ohne Eintritt zu zahlen gemeinsam spielen kann. „Und dabei geht es ja nicht allein darum“, meint er, „sondern auch um die Gemeinschaft mit anderen, um ein Gespräch nebenbei“. Karin vom Verein setzt sich mit Sandra, die regelmäßig kommt, zusammen und sie finden zwei „Neulinge“. Der Vorteil, die erfahrenen Spielerinnen kennen das Würfelspiel „High Score“ und das verrückte Mal-Spiel „Krakel (c) Spielemuseum Orakel“ schon und so kann man sich das mühsame Spiele-Anleitung-Lesen ersparen. Die beiden „Neulinge“ gehen nach einer amüsanten Zeit mit der Gewissheit nach Hause: Wir kommen wieder! Am 20. September beteiligt sich der Verein an der deutschlandweiten Aktion „Stadt-Land-Spielt!“. Im Fun‘n Play am Markt in Chemnitz dreht sich an diesem Tag alles um analoge Gesellschaftsspiele.

Wer gern spielt, kennt natürlich das Deutsche Spielemuseum Chemnitz. Der Name ist etwas irreführend, denn hier darf angefasst und sogar damit gespielt werden. Natürlich nicht mit der Sammlung historischer Spiele in den Ausstellungsräumen und im Archiv. Aber über 2.500 Spiele ganz unterschiedlicher Art für alle Altersgruppen und Interessen stehen hier für geselliges Beisammensein zur Verfügung. Und einmal im Monat heißt es „Nachts im Museum“. Von 18 bis 1 Uhr rollen dann hier die Würfel, fallen Türme, wird hier verloren und gewonnen!

BRETTSPIELREISEN SCHAUPLATZ EISENBAHN: Am Brettspieltag wartet Spielspaß pur mit „Bahnsinn“ und „Zug um Zug“, wo Strecken geplant, Punkte gesammelt und Taktiken ausgefeilt werden; ideal für Eisenbahnliebhaber und Strategen, die in entspannter Atmosphäre neue Spiele entdecken möchten. Diese Brettspielreise ist ein fester und regelmäßiger Bestandteil der Ferienangebote. Dabei stehen verschiedene Brettspiele sowie ein Legespiel zur Verfügung. Diese Spiele sprechen eine Altersgruppe von 4 und sogar bis 99 an. „Wir geben den Teilnehmern die Möglichkeit, ganz unterschiedliche Spiele zu testen“, macht Dr. Maximilian Claudius Noack, Geschäftsführer des Schauplatz Eisenbahn Chemnitz-Hilbersdorf, neugierig. Darunter befinden sich Spieleklassiker, wie „Zug um Zug“, aber auch eine Eigenentwicklung „Bahnsinn! Störung im Betriebsablauf“ (erschienen 2025 im Eigenverlag mit Unterstützung von Atelier n.4 in Flöha) sowie das ebenfalls selbst entwickelte Legespiel „Doppeltraktion“ (Memory-Variante erschienen 2022 im Eigenverlag).

Brettspiele spielen - die Brettspielkultur in Deutschland ist seit 2025 Immaterielles Kulturerbe! Und es gibt sogar eine Wissenschaft, die Ludologie, das ist die wissenschaftliche Lehre und Erforschung des Spielens, analog und digital, sowie den kulturellen Wert des Spielens.

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Spielemuseum
Spielemuseum

Das Chemnitzer Spielemusuem ist ein Paradies für Liebhaber von "offline"-Spielen!

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Ramona Bothe-Christl
Ramona Bothe-Christl

Der Verein Chemnitzer Würfeltürmer e.V. lädt regelmäßig ins Inspire auf dem Brühl zu kostenlosen Spieleabenden.

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Schauplatz Eisenbahn
Schauplatz Eisenbahn

Für Liebhaber von Eisenbahnen und Spielen perfekt!

Hinsetzen und reden - unverbindlich und vertraulich

Seit Mai 2026 bieten Menschen an, sich einfach neben sie zu setzen und miteinander zu reden. Die Idee entstand, als beim Treffen der Chemnitzer Gruppe von „Omas gegen rechts“ eine Teilnehmerin eine traurige Geschichte erzählte: „Sie hatte sich zufällig mit einer ihr unbekannten Frau unterhalten, die über das Gespräch sehr glücklich war und dazu sagte, sie habe sich eine Woche lang mit niemandem unterhalten“, schildert Britta Mahlendorf. Und so sitzen nun jeden Mittwoch von 14 bis 17 Uhr Frauen oder auch Männer auf dem Rosenhof auf einer Bank - neben ihnen liegt ein einladendes Kissen. Darauf kann sich Jede(r) setzen und einfach losreden. Das ist ein völlig unpolitisches Angebot! Genutzt wird es regelmäßig von Menschen unterschiedlichen Alters, Frauen wie Männern. „Das kostet schon Überwindung“, gibt Gabriele Winger (66) zu, die schon häufiger als Gesprächspartnerin für völlig Fremde auf der Bank saß. Damit sich die freiwilligen Ansprechpartner auch sicher fühlen, ist stets eine weitere Person dabei, die bei unangenehmen oder Übergriffigen Situationen eingreifen kann. „Touristen haben uns auch schon angesprochen und fanden die Idee großartig“, erzählt Britta Mahlendorf. Sie organisiert auch ein ähnliches Angebot. Es nennt sich „Offener Stammtisch unter den Arkaden“ an der Jakobikirche. Auch hier geht es um das Miteinander. Der nächste Stammtisch ist am 8.Oktober, 15-17 Uhr.

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Ramona Bothe-Christl
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Gabriele Winger (re.) im Gespräch auf einer Bank im Rosenhof.

Nicht jammern - einfach Erlebtes, Gelebtes, Lebenssituation mit anderen teilen

KISS, das ist die Kontakt- und Informations- stelle für Selbsthilfe der Stadtmission Chemnitz. Hier geht es um das Miteinander in verschiedenen Lebenssituationen. Stephanie Bunk, Dipl.-Sozialarbeiterin/-pädagogin (FH), ist Selbsthilfekoordinatorin bei der KISS in Chemnitz. Von ihr ist zu erfahren, dass es bei Selbsthilfegruppen nicht nur um Erkrankungen oder Einschränkungen im Leben geht. Menschen, die sich hier treffen, beschäftigen sich in ihren Gesprächen auch mit besonderen Lebenssituationen, mit Fragen rund um Familie oder Beziehungen. „Also auch mit Themen ohne direkten Gesundheitsbezug“, so Stephanie Bunk. „Viele Menschen kommen in eine Selbsthilfegruppe, weil sie sich mit ihrem Thema allein fühlen oder ihre Angehörigen und Freunde nicht ständig mit ihren Sorgen belasten möchten. In der Gruppe treffen sie auf Menschen, die Ähnliches erlebt haben. Dort entsteht oft ein Verständnis, das im persönlichen Umfeld nicht immer vorhanden ist – weil vieles nicht erst erklärt werden muss.“ Selbsthilfe bedeutet dabei weit mehr als gemeinsames Reden. Viele Gruppen unternehmen Ausflüge, besuchen kulturelle Veranstaltungen, sind kreativ, treiben gemeinsam Sport oder organisieren Informationsveranstaltungen. Solche gemeinsamen Aktivitäten stärken den Zusammenhalt und machen es oft leichter, miteinander ins Gespräch zu kommen. So entstehen nicht nur hilfreiche Kontakte, sondern häufig auch neue Freundschaften und das Gefühl, mit den eigenen Herausforderungen nicht allein zu sein. Einsamkeit wird so durchbrochen. Alleinsein als Gefühl durch freiwillige Gemeinschaft abgelöst. Wer den Mut besitzt, selbst eine Gruppe zu gründen, findet bei der KISS immer Unterstützung. Sie begleitet Interessierte von Anfang an. Gemeinsam werden ganz praktische Fragen geklärt: Wie finde ich weitere Betroffene? Wie kann die Gruppe bekannt werden? Wo können Treffen stattfinden? Wie oft möchte sich die Gruppe treffen und wie sollen die Zusammenkünfte gestaltet sein? Manche Gruppen setzen vor allem auf den offenen Austausch, andere ergänzen ihre Treffen durch gemeinsame Aktivitäten, Vorträge oder kreative Angebote. Jede Selbsthilfegruppe entwickelt dabei ihren eigenen Weg. Wer eine Selbsthilfegruppe gründen oder sich zunächst unverbindlich informieren möchte, kann sich jederzeit an die KISS wenden. Kostenlos wird hier vertraulich beraten. Derzeit kann man in der Datenbank der KISS nachschauen, ob nicht schon eine der rund 200 regionalen Selbsthilfegruppen zu einem passt. Viele der Gruppen haben übrigens den Umgang mit diversen Süchten wie Alkohol oder Medikamente als Inhalt. Aber auch Alleinerziehende, Alleinstehende, Arbeitslose, selbstständige Frauen u.v.a. finden hier Menschen mit ähnlichen Anliegen und Herausforderungen in ihrem Leben.

Klar, jeder kann sich auch in einem Verein engagieren. Die Stadt Chemnitz führt unzählige Vereine mit den verschiedensten Inhalten auf ihrer Homepage www.chemnitz.de/de/leben-in-chemnitz/vereine auf. Da ist für jeden eigentlich etwas dabei. Man kann auch in einem Chor singen, mal durch eine Kleingartenanlage spazieren und einen Schwatz über den Gartenzaun versuchen. Außerdem ist in unserer Region jeden Tag etwas los, was nach draußen lockt. Da fällt es manchmal sogar schwer, sich zu entscheiden. Stimmt nicht? Bei meinplaner.com wird der Beweis angetreten.

Der Originalbeitrag ist im Stadtstreicher Heft 09-11 2026 erschienen/Text: Ramona Bothe-Christl